Unsere Ordnung

Ordnung der Wasserwacht Falkenberg
DRK Kreisverband
Elbe-Elster Nord e.V.

Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Grundsätze Seite 4
1.1. Definition Seite 4
1.2. Selbstverständnis Seite 4
1.3. Ehrenamtliche Tätigkeit Seite 4
1.4. Struktur und Form der Gemeinschaften Seite 4
1.5. Mitgliedschaft Seite 5
1.6. Jugendarbeit Seite 5
1.7. Zusammenarbeit der Gemeinschaften Seite 5
1.8. Finanzierung der Gemeinschaften Seite 5
1.9. Vertraulichkeit Seite 6
1.10. Schutzmaßnahmen Seite 6
1.11. Dienst- und Einsatzbekleidung, Verwendung des Rotkreuz-Zeichens Seite 6
1.12. Ausweis Seite 6
1.13. Aus- und Fortbildung Seite 7
1.14. Verwaltungsangelegenheiten Seite 7

2. Wesen Seite 7
2.1. Ziele Seite 7
2.2. Aufgaben Seite 8
2.3. Gliederung Seite 8

3. Bildung und Aufbau Seite 9
3.1. Bildung und Auflösung Seite 9
3.2. Organisationsstruktur Seite 9
3.2.1. Ortsgruppe Seite 9
3.2.2. Kreis-Wasserwacht Seite 9
3.2.3. Leitung einer Wasserwacht-Gliederung Seite 10
3.2.4. Vertretung in die Präsidien Seite 10

4. Organe Seite 10
4.1. Kreisausschuss Seite 11
4.1.1. Aufgaben Seite 11
4.1.2. Zusammensetzung Seite 11
4.1.3. Befugnisse Seite 12
4.1.4. Leitung Seite 12
4.1.5. Beschlussfähigkeit Seite 12
4.1.6. Beschlussfassung Seite 12
4.1.7. Wahl Seite 12
4.1.8. Misstrauensantrag Seite 13
4.1.9. Vertretungen in anderen Gemeinschaften Seite 13
4.1.10.Geschäftsordnung Seite 13
4.2. Kreisleitung Seite 13
4.2.1. Aufgaben Seite 14
4.2.2. Zusammensetzung Seite 14
4.2.3. Befugnisse und Zuständigkeiten Seite 14
4.2.4. Amtszeit Seite 15
4.3. Wahl und Abwahl bei nachgeordneten Organen Seite 15

5. Buchhaltung Seite 15

6. Mitarbeit / Aufnahme Seite 15
6.1. Mitarbeit Seite 15
6.2. Aufnahme Seite 16
6.3. Gleichzeitige Mitwirkung in mehr als einer Gemeinschaft Seite 16
6.4. Beendigung Seite 16

7. Rechte und Pflichten Seite 16
7.1. Rechte Seite 17
7.2. Pflichten Seite 17

8. Kinder und Jugendliche in der Wasserwacht Seite 18

9. Aus-, Fort- und Weiterbildung Seite 18
10. Anerkennung Seite 18
11. Beschwerde und Disziplinarverfahren Seite 19
12. Leitungs- und Führungskräfte Seite 19
12.1. Aufgaben Seite 19
12.2. Voraussetzungen Seite 19
12.3. Wahl von Leitungskräften Seite 20
12.4. Berufung von Fachwarten und Beauftragten Seite 20
12.5. Berufung von Führungskräften Seite 20
12.6. Amtszeit der Führungskräfte Seite 20
12.7. Abberufung von Führungskräften Seite 21
12.8. Weisungsbefugnis Seite 21

13. Geltungsbereich, Verbindlichkeitsgrad, Übergangsbestimmungen Seite 21

Stand: 05.03.2015

 


1. Allgemeine Grundsätze
1.1 Definition
Gemeinschaften (auch Rotkreuz-Gemeinschaften genannt) sind Zusammenschlüsse von Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes, die Aufgaben gemäß der DRK-Satzung bearbeiten. Sie geben sich über alle Verbandsstufen des DRK einheitliche Regelungen und eigene Leitungen. Die Arbeit in einer Gemeinschaft setzt besondere Kenntnisse auf dem jeweiligen Arbeitsgebiet voraus. Eine weitere Spezialisierung, zum Beispiel in Fachdienste, ist möglich.


1.2 Selbstverständnis
In den Gemeinschaften des Deutschen Roten Kreuzes wirken Menschen ohne Unterschied der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der Religion und der politischen Überzeugung ehrenamtlich an der Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes mit.
Gemeinschaften sind:
• Die Bereitschaften
• Die Bergwacht
• Das Jugendrotkreuz
• Die Wasserwacht
• Die Wohlfahrts- und Sozialarbeit.
Die in den Gemeinschaften Tätigen achten und bekennen sich zu den 7 Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität und verbreiten das Humanitäre Völkerrecht.


1.3 Ehrenamtliche Tätigkeit
Die ehrenamtliche Tätigkeit wird in Gemeinschaften, in Arbeitskreisen und in anderen Formen geleistet, um möglichst vielen Menschen die Mitarbeit im Deutschen Roten kreuz zu ermöglichen.
Ehrenamtliche im DRK sind Menschen, die über ihre gesellschaftlichen und beruflichen Verpflichtungen hinaus Zeit, Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich für humanitäre und soziale Zwecke und Dienstleistungen in der Überzeugung einbringen, dass ihre Arbeit dem Gemeinwohl und ihrer eigenen Bestätigung dient.


1.4 Struktur und Form der Gemeinschaften
Die Gemeinschaften regeln in Nummer 2 und folgende dieser Ordnung ihre jeweilige Struktur und Gliederung gemäß den Anforderungen ihrer Arbeit unter Beachtung der Nummer 1 dieser Ordnung. Sie streben dabei nach einer einheitlichen Struktur in den jeweiligen Gliederungsebenen.


1.5 Mitgliedschaft
Die auf Dauer angelegte Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ist an eine Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz gebunden. Die Mitgliedschaft im DRK regeln die Satzungen der Mitgliedsverbände.
Aufnahme und Beendigung der Tätigkeit in einer Gemeinschaft regeln die mitgliedführenden Verbände.
Die Zugehörigkeit zu mehr als einer Gemeinschaft ist möglich.
Für junge Menschen im Alter bis zu 16 Jahren besteht in jedem Fall die Zugehörigkeit zum JRK, auch wenn sie ihren Schwerpunkt in anderen Gemeinschaften haben.


1.6 Jugendarbeit
Das Jugendrotkreuz (JRK) ist der anerkannte und eigenverantwortliche Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Durch seine Erziehungs- und Bildungsarbeit führt das JRK junge Menschen an das Ideengut des Roten Kreuzes heran und trägt so zur Verwirklichung seiner Aufgaben bei. Hierfür arbeitet das JRK mit anderen Gemeinschaften zusammen.
Leitungskräfte von Jugendgruppen sind in die Strukturen des JRK eingebunden.


1.7 Zusammenarbeit der Gemeinschaften
Die Gemeinschaften arbeiten partnerschaftlich bei der Erfüllung der Aufgaben zusammen und unterstützen sich gegenseitig auf allen Verbandsebenen.
Auf Bundesverbandsebene wird die Zusammenarbeit der Gemeinschaften durch den Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst (AED) koordiniert. Er vertritt die Interessen des Ehrenamts im DRK.


1.8 Finanzierung der Gemeinschaften
Die Mittel für die Gemeinschaften sind in den Wirtschaftsplänen der Rotkreuz-Verbände bereitzustellen. Grundlage bildet die Arbeitsanweisung „Finanzierungsrichtlinie für die Ortsverbände und Rotkreuzgemeinschaften des DRK-Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V." in ihrer jeweils gültigen Fassung. Die Gemeinschaften tragen zur Beschaffung dieser Mittel bei.

1.9 Vertraulichkeit
Zum Schutz von Betroffenen dürfen die in einer Gemeinschaft Tätigen Kenntnisse, die ihnen in ihrer ehrenamtlichen Eigenschaft anvertraut oder bekannt geworden sind, nicht unbefugt offenbaren. Jedes Gemeinschaftsmitglied ist bei Aufnahme seiner Tätigkeit in der Gemeinschaft diesbezüglich zur Gewährleistung des Datenschutzes zu belehren.


1.10 Schutzmaßnahmen
Die Rotkreuz-Verbände haben in Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsgliederungen Räume, Vorrichtungen oder Gerätschaften so einzurichten und zu unterhalten sowie Dienste so zu regeln, dass die Ehrenamtlichen
gegen Gefahren für Leben und Gesundheit soweit wie möglich geschützt sind. Gesundheitliche Überanstrengung und Überforderung sind zu vermeiden, auf die persönliche Situation der Ehrenamtlichen soll Rücksicht genommen werden. Die Ehrenamtlichen sind bei allen Unfällen, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeit sowie auf dem direkten Weg zum und vom Dienst erleiden, gemäß den Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs VII (SGB VII) versichert.
Rotkreuz-Dienste sind unter Beachtung der gesetzlichen und verbandseigenen Sicherheits-, Unfallverhütungs- und Verkehrsvorschriften durchzuführen.
Zum Schutz der Aktiven und der Adressaten der DRK-Aufgaben vor sexualisierter Gewalt setzen die Gemeinschaftsgliederungen die vom Verband beschlossenen „Standards zur Prävention und Intervention von und bei sexualisierter Gewalt in den Gemeinschaften, Einrichtungen, Angeboten und Diensten des DRK für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung" in ihrer jeweils gültigen Form um.


1.11 Dienst- und Einsatzbekleidung, Verwendung des Rotkreuz-Zeichens
Wo vorgesehen, soll zur Förderung eines einheitlichen Erscheinungsbildes in der Öffentlichkeit sowie zum Schutz der Angehörigen der Gemeinschaften Dienst- bzw. Einsatzbekleidung getragen werden.
Die Gemeinschaften haben das Recht, eigene Embleme zu führen. Die Richtlinien zur Verwendung des Rotkreuzzeichens und zum einheitlichen Erscheinungsbild sind dabei zu beachten.

1.12 Ausweis
Die Angehörigen der Gemeinschaften erhalten einen Ausweis.

1.13 Aus- und Fortbildung
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Angehörigen der Gemeinschaften verpflichtet, sich entsprechend ihrer Tätigkeit aus-, fort- und weiterzubilden. Hierbei werden sie vom Kreisverband unterstützt und gefördert.


1.14 Verwaltungsangelegenheiten
Die Gemeinschaften werden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in organisatorischer und verwaltungsmäßiger Hinsicht durch die zuständigen DRK-Geschäftsstellen unterstützt.
Soweit erforderlich, werden Personalunterlagen der Angehörigen der Gemeinschaften geführt. Diese werden unter der Verantwortung der jeweiligen Leitungen der Gemeinschaft in den Geschäftsstellen verwaltet. Die Bestimmungen des Datenschutzes sind zu beachten. Aktive Helfer in den Gemeinschaften sind verpflichtet, ein Dienstbuch zu führen.


2. Wesen
Die Wasserwacht ist eine Gemeinschaft im Deutschen Roten Kreuz (DRK). Ihre Tätigkeit unterliegt den Grundsätzen und der Satzung des Deutschen Roten Kreuzes sowie den für verbindlich erklärten Richtlinien des Präsidiums und des Präsidialrates.
Der Wasserwacht gehören Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder an.
Als Kennzeichen führt die Wasserwacht das Rote Kreuz auf weißem Grund im blauen Rettungsring mit der Umschrift WASSER / WACHT.


2.1 Ziele
Die Wasserwacht ist eine humanitäre, gemeinnützige und wassersporttreibende Gemeinschaft im DRK, die insbesondere folgenden Zielen verpflichtet ist:
• Verhinderung des Ertrinkungstodes
• Durchführung der damit verbundenen vorbeugenden Maßnahmen
• Erhöhung der Sicherheit beim Baden und beim Wassersport
• Schutz der Bevölkerung bei Unglücksfällen und Katastrophen
• Förderung der Gesundheit und des Sports

Die Wasserwacht fördert gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz die Jugend und führt sie an das Ideengut des Roten Kreuzes heran. Die Wasserwacht trägt damit auch zur Verwirklichung der Aufgaben des Roten Kreuzes bei.

2.2 Aufgaben
Zur Verwirklichung ihrer Ziele stellt sich die Wasserwacht folgende Aufgaben:
• Durchführung des Wasserrettungsdienstes einschließlich der Eisrettung
• Verbreitung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Vermeidung von Unfällen am, im, auf und unter dem Wasser, insbesondere bei der Jugend, in Schulen und Verbänden
• Mitwirkung bei der Erhöhung der Sicherheit auf, an und in Gewässern (einschließlich) Wasserstraßen und in öffentlichen Bädern
• Durchführung von Maßnahmen zur Gesundheitsprophylaxe
• Durchführung von Schwimmunterricht
• Ausbildung im Rettungsschwimmen
• Aus- und Fortbildung von geeigneten Einsatzkräften
• Sichern von Wassersportveranstaltungen
• Aufstellung, Ausbildung, Ausrüstung und Einsatz besonderer Einheiten bei Großschadensereignissen und Katastrophen
• Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen in der Luftrettung
• Werbung für die Ziele des Roten Kreuzes und Mitwirkung bei der Mittelbeschaffung
• Gewinnung und Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und weiteren Nachwuchskräften

Auf der Grundlage ihrer Fachkompetenz und Ausrüstung kann die Wasserwacht bei folgenden Aufgaben mitwirken:

• Gewässer- und Naturschutz
• Bergen materieller Güter
• Suchen und Bergen von Ertrunkenen
• Durchführen von Maßnahmen, die der Wasserwacht von Behörden, Polizei oder Staatsanwaltschaft übertragen werden

2.3 Gliederung

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben bestehen in der Wasserwacht Fachdienste und Ausbildungsbereiche.
Fachdienste sind Zusammenschlüsse von Angehörigen der Wasserwacht, die aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage sind, bestimmte Aufgabenbereiche der Wasserwacht zu erfüllen.
Die von der Wasserwacht angebotene Ausbildung ist in Ausbildungsbereiche unterteilt.
Fachdienste der Wasserwacht
• Wasserrettungsdienst
• Katastrophenschutz

Ausbildungsbereiche der Wasserwacht
• Breitenausbildungen, insbesondere Schwimmen, Rettungsschwimmen, Schnorchelschwimmen, Erste Hilfe
• Fachausbildungen, insbesondere Wasserrettung, Bootsdienst, Tauchen, Luftrettung, Gewässer- und Naturschutz, Sanitätsausbildung
• Führungs- und Leitungskräfteausbildung

Für die Fachdienste und Ausbildungsbereiche gelten Dienst-, Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften.
Kinder und Jugendliche können unter Berücksichtigung ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit und unter Anleitung erfahrener, fachlich geeigneter Angehöriger der Wasserwacht in den Fachdiensten und Ausbildungsbereichen mitwirken. Im Übrigen bleiben die Rechte und Pflichten der Jugendlichen bis 16 Jahre im DRK hiervon unberührt.


3. Bildung und Aufbau
3.1 Bildung und Auflösung
Wasserwacht-Gliederungen werden durch die Organe der zuständigen Ebene mit eigenständiger Organisationsstruktur gemäß Nummer 3.2 gebildet. Eine Gliederung kann in Einvernehmen mit der übergeordneten Leitung der Wasserwacht aufgelöst werden.


3.2 Organisationsstruktur
3.2.1 Ortsgruppe
Die unterste Gliederung der Wasserwacht heißt Ortsgruppe. Sie ist eigenständig und regelt ihre Dienstgestaltung in eigener Verantwortung. Besteht auf örtlicher Ebene ein DRK-Ortsverband, sollte die Wasserwacht in diesem eine Ortsgruppe bilden. Sollte dies nicht möglich sein, ist die Ortsgruppe direkt der übergeordneten Leitung der Wasserwacht unterstellt.


3.2.2 Kreis-Wasserwacht
Alle Ortsgruppen der Wasserwacht bilden im zuständigen DRK-Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V. eine Kreis-Wasserwacht. Besteht im DRK- Kreisverband nur eine Wasserwacht-Ortsgruppe, ist diese gleichzeitig die für den gesamten Kreisverband zuständige Kreis-Wasserwacht.
In Kreisverbänden, in denen keine Wasserwacht-Ortsgruppen bestehen, werden Ausbildungsgruppen der Wasserwacht gebildet, die in enger Zusammenarbeit mit dem Präsidium und der zuständigen Landesleitung der Wasserwacht die Aufgaben der Breiten- und Fachausbildung der Wasserwacht wahrnehmen. Bei der Einrichtung von Ausbildungsgruppen arbeiten die entsprechenden Kreisverbände mit der Landesleitung der Wasserwacht eng zusammen.


3.2.3 Leitung einer Wasserwacht-Gliederung
Gliederungen der Wasserwacht wählen auf allen Ebenen eigenständige Leitungen, die für die Organisationsarbeit verantwortlich sind.
Diese bestehen jeweils mindestens aus einem
• Leiter (Vorsitzenden) der Wasserwacht-Gliederung,
• Stellvertretenden Leiter (Stellvertretenden Vorsitzenden) der Wasserwacht-Gliederung,
• Technischen Leiter.

Den Leitungen können ferner angehören ein
• Stellvertretender Technischer Leiter,
• Vertreter der Wasserwachtjugend
• Berufene Fachwarte und Beauftragte
• und bei Bedarf weitere Vertreter.

3.2.4 Vertretung im Präsidium
Der jeweilige Leiter der Wasserwacht im Kreisausschuss ist Mitglied im ehrenamtlichen Präsidium des Kreisverbandes Elbe-Elster Nord e.V.


4. Organe
Organe der Wasserwacht sind:
• Ortsgruppe:
Mitgliederversammlung, Ortsgruppen-Leitung
• Kreisverband:
Kreis-Wasserwachtausschuss, Kreis-Wasserwachtleitung, gegebenenfalls Kreis-Wasserwachtversammlung
Soweit keine landesrechtlichen Vorschriften vorhanden sind, gelten die Bestimmungen der Bundesorgane analog auch für die nachgeordneten Ebenen.

4.1 Kreisausschuss
Der Kreisausschuss der Wasserwacht ist ein Ausschuss gemäß Satzung des Deutschen Roten Kreuzes e.V. Er ist das höchste Organ der Wasserwacht im Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V.


4.1.1 Aufgaben
Über die in der DRK-Satzung hinaus definierten Aufgaben nimmt der Kreisausschuss folgende Aufgaben wahr:
• Förderung der ehrenamtlichen Arbeit im DRK
• Beratung und Beschlussfassung über die Belange der Wasserwacht
• Beratung der Organe und Gremien des Kreisverbandes in fachlichen Fragen
• Wahl und Abwahl der Kreisleitung der Wasserwacht
• Wahl und Abwahl des Kassenwartes
• Beteiligung des Kreisausschusses bei Beschlüssen des Präsidium des DRK Kreisverbandes , die den unmittelbaren Kernbereich der Wasserwacht betreffen

4.1.2 Zusammensetzung

Dem Kreisausschuss der Wasserwacht gehören folgende stimmberechtigte Mitglieder an:
• Je Ortsleitung / Ortsausschuss Wasserwacht eine benannte oder beauftragte Person
• Die Kreisleitung, bestehend aus:
o dem Vorsitzenden des Kreisausschusses
o zwei stellvertretenden Vorsitzenden
o dem Technischen Leiter im Kreisausschuss,
o dem Vertreter des technischen Leiters im Kreisausschuss (bei Bedarf)
o dem Vertreter der Wasserwachtjugend
o den Fachwarten (bei Bedarf festzulegen)
• Bis zu einer weiteren hinzu gewählten Person
Ein hauptamtlicher Vertreter des DRK Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V. kann als Gast mit beratender Stimme bei Sitzungen des Kreisausschusses und der Kreisleitung teilnehmen.

4.1.3 Befugnisse
Der Kreisausschuss beschließt einheitliche Richtlinien in Ausbildungs-, Führungs- Einsatz- und Ausstattungsfragen.


4.1.4 Leitung
Der Kreisausschuss wird vom Vorsitzenden, im Verhinderungsfall von einem seiner Stellvertreter geleitet.


4.1.5 Beschlussfähigkeit
Der Kreisausschuss ist beschlussfähig, wenn er ordnungsgemäß unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen und Angabe einer Tagesordnung einberufen wurde und mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder gemäß Nummer 4.1.2 anwesend ist, darunter mindestens zwei Mitglieder der Kreisleitung.


4.1.6 Beschlussfassung
Der Kreisausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit, soweit nicht die absolute Mehrheit oder die qualifizierte Mehrheit vorgesehen ist. Eine Beschlussvorlage ist auch dann abgelehnt, wenn ohne Beachtung der Stimmenthaltung die Anzahlen von Ja-Stimmen und Nein-Stimmen gleich sind.
Die absolute Mehrheit ist notwendig bei Abstimmungen über Dienstvorschriften der Wasserwacht. Eine Beschlussvorlage ist in diesem Fall angenommen, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden Stimmberechtigten zustimmen.
Die qualifizierte Mehrheit ist notwendig bei Abstimmungen über diese Ordnung. Eine Beschlussvorlage ist in diesem Fall angenommen, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden Stimmberechtigten zustimmen.
In dringenden Fällen, in denen ein Beschluss durch den Kreisausschuss nicht möglich ist, kann die Kreisleitung anstelle des Kreisausschusses beschließen. Dieser Beschluss ist dem Kreisausschuss unverzüglich mitzuteilen und von ihm in seiner nächsten Sitzung zu bestätigen.


4.1.7 Wahl
Der Vorsitzende des Kreisausschusses, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, der Technische Leiter im Kreisausschuss, der Vertreter des Technischen Leiters im Kreisausschuss, der Vertreter der Wasserwachtjugend, der Kassenwart und bis zu einer weiteren hinzu wählbaren Person werden in Anlehnung an der Satzung des DRK Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V. gewählt. Zur Durchführung von Wahlen gilt die Wahlordnung des Kreisverbandes.
Wenn abweichend von der DRK-Satzung kein Wahlausschuss eingesetzt wurde, können bis zum Aufruf der jeweiligen Wahl Kandidaten benannt werden.
Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigt. Wird diese Mehrheit im ersten und zweiten Wahlgang nicht erreicht, genügt im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit.


4.1.8 Misstrauensantrag
Gegen die Kreisleitung oder einzelne ihrer Mitglieder können von stimmberechtigten Mitgliedern des Kreisausschusses Misstrauensanträge gestellt werden. Hierzu bedarf es eines schriftlichen begründeten Antrags von wenigstens einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder des Kreisausschusses an den Kreisausschuss. Hierauf ist unverzüglich der Kreisausschuss ordnungsgemäß einzuberufen.
Bei Anträgen gegen die gesamte Kreisleitung sind gleichzeitig mit dem Antrag Vorschläge für die Kandidatur vorzulegen.
Eine Abwahl kann nur betrieben werden, wenn mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten an der Abstimmung teilnehmen.
Diejenigen, die das Amt innehaben, sind bei Erreichen einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten abgewählt. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, gilt der Antrag als gescheitert.


4.1.9 Vertretungen in anderen Gemeinschaften
Zur Verbesserung der Kooperation kann der Kreisausschuss der Wasserwacht Vertretungen in die Kreisausschüsse der anderen Gemeinschaften entsenden und Vertretungen der anderen Gemeinschaften empfangen.


4.1.10 Geschäftsordnung
Der Kreisausschuss kann sich für die Belange seiner Arbeit eine Geschäftsordnung geben.


4.2 Kreisleitung
Die Kreisleitung leitet im Auftrag des Kreisausschusses die Wasserwacht und vertritt sie. Sie ist dem Kreisausschuss gegenüber rechenschaftspflichtig.

4.2.1 Aufgaben
Die Kreisleitung trägt Verantwortung für
• die Umsetzung der Beschlüsse des Kreisausschusses und Vertretung gegenüber den zuständigen Organen des DRK-Kreisverbandes,
• die Umsetzung der relevanten Beschlüsse der Organe des DRK-Kreisverbandes im Kreisausschuss,
• die notwendige Einheitlichkeit der Wasserwacht.

Die Kreisleitung leitet die
• Arbeit der Wasserwacht auf Kreisebene und wirkt mit bei ihrer Gestaltung
• kreisverbandsinternen Veranstaltungen der Wasserwacht.

Die Kreisleitung arbeitet zusammen mit
• dem Kreis-Katastrophenschutz-Beauftragten
• dem Vorstand und den Mitarbeitern des DRK-Kreisverbandes.

Die Kreisleitung wirkt mit
• im Präsidium des Kreisverbandes
• im Einsatzstab des DRK-Kreisverbandes im Katastrophenschutz.

Die Kreisleitung fördert die Arbeit der Wasserwacht auf Kreisverbandsebene.

4.2.2 Zusammensetzung
Die Zusammensetzung der Kreisleitung regelt sich gemäß Nummer 4.1.2 dieser Ordnung.


4.2.3 Befugnisse und Zuständigkeiten
Die Kreisleitung ist befugt zur Informationsgewinnung, Kontaktaufnahme und Teilnahme an Veranstaltungen bei allen Gliederungen der Wasserwacht.
Die Kreisleitung beruft geeignete Mitglieder zu Führungskräften. Diese sind im Einsatzfall jedem Wasserwachtmitglied des DRK Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V. weisungsberechtigt.
Die Kreis-Wasserwachtleitung beschließt einheitliche Richtlinien in Ausbildungs-, Führungs-, Einsatz- und Ausstattungsfragen.

4.2.4 Amtszeit
Die Amtsdauer richtet sich nach der für das DRK-Präsidium maßgeblichen Amtszeit. Sie beginnt und endet mit Neuwahl des Präsidiums. Für vorzeitig ausgeschiedene Amtsinhaber können Ersatzwahlen stattfinden; die Amtsdauer richtet sich nach der des ausgeschiedenen Amtsinhabers.


4.3 Wahl und Abwahl bei nachgeordneten Organen
Die unter Nummer 4 dieser Ordnung genannten Organe wählen ihre Leitungen beziehungsweise Ausschüsse nach Vorgabe der jeweils zuständigen Ebene.
Die Abwahl erfolgt durch dasselbe Organ, das für die Wahl zuständig ist. Die Abwahl ist geregelt analog der Abwahl der Kreisleitung.


5. Buchhaltung
Der gewählte Kassenwart pflegt und überwacht die Finanzgeschäfte der Wasserwacht. Die Buchhaltung des DRK Kreisverbandes Elbe-Elster-Nord e.V. fungiert als Kassenprüfer.
Der Kassenprüfer prüft zwei Mal jährlich die Geschäfts- und Wirtschaftsführung der DRK-Wasserwacht. Der Kassenwart erstattet darüber im Kreisausschuss Bericht.


6. Mitarbeit / Aufnahme
Soweit vom Kreisverband keine anderen Regelungen getroffen werden, gelten nachfolgende Bestimmungen.


6.1 Mitarbeit
Die Mitarbeit ist möglich
• als Angehöriger oder
• als frei Mitarbeitender der Wasserwacht.

Frei Mitarbeitende der Wasserwacht nehmen unter Beachtung des Ausbildungsstandes zeitlich und / oder inhaltlich begrenzte Aufgaben wahr. Die freie Mitarbeit ist nicht an die Mitgliedschaft im DRK gebunden. Interessierte Personen, die eine freie Mitarbeit in der Wasserwacht anstreben, beantragen diese bei der zuständigen Ortsgruppen-Leitung.

6.2 Aufnahme
Die Aufnahme der Tätigkeit in einer Ortsgruppe ist bei der örtlich zuständigen Ortsgruppen-Leitung schriftlich zu beantragen.
Eine Aufnahme in die Wasserwacht erfolgt erst nach Erwerb der DRK-Mitgliedschaft.
Personen, die das 6. Lebensjahr vollendet haben, können in der Wasserwacht aufgenommen werden. Kinder und Jugendliche, die der Wasserwacht vor Vollendung des 16. Lebensjahres beitreten, gehören gemäß Nummer 1.5 auch dem Jugendrotkreuz an.


6.3 Gleichzeitige Mitwirkung in mehr als einer Gemeinschaft
Möchten Angehörige oder frei Mitarbeitende der Wasserwacht gleichzeitig in weiteren Gemeinschaften tätig sein, ist hierüber Einvernehmen mit der jeweiligen Gemeinschaftsleitung zu erzielen.
Gemeinsam ist zu vereinbaren, welche Gemeinschaftsleitung federführend für den Gemeinschaftsangehörigen oder frei Mitarbeitenden zuständig sein soll. Nummer 7 dieser Ordnung bleibt unberührt.
Die Mitwirkung in Einsatzformationen ist zu regeln.


6.4 Beendigung
Die Tätigkeit endet durch:
• Austritt aus der Wasserwacht
• Ausschluss aus der Wasserwacht
• Austritt aus dem DRK
• Ausschluss aus dem DRK

7. Rechte und Pflichten
In Ergänzung der Bestimmungen in Nummer 1dieser Ordnung, werden die Rechte und Pflichten der Angehörigen der Wasserwacht und ihrer frei Mitarbeitenden nachfolgend festgelegt.

7.1 Rechte
Angehörige:
• Aktives Wahlrecht innerhalb der Wasserwacht nach Vollendung des 16. Lebensjahres
• Passives Wahlrecht innerhalb der Wasserwacht nach Vollendung des 18. Lebensjahres
• Teilnahme- und Stimmrecht bei Versammlungen der zuständigen örtlichen Wasserwacht-Gliederung
• Tragen der Dienstbekleidung. Näheres regelt die Dienstbekleidungsvorschrift für die Gemeinschaften Bereitschaften und Wasserwacht des DRK bzw. Beschluss des Kreisausschusses der Wasserwacht im DRK Kreisverband Elbe-Elster Nord e.V.
• Anspruch auf schriftliche Bestätigung geleisteter Dienste und erworbener Ausbildung – in der Regel durch Eintrag in das Dienstbuch – über die aktive Tätigkeit
• Ersatz von im Dienst entstandenen Schäden im Rahmen der bestehenden DRK-Regelungen
• Einsichtnahme in ihre Personalakten und das Recht, sich zu Eintragungen zu äußern
• Recht auf Aus-, Fort- und Weiterbildung

Freie Mitarbeitende:
• Teilnahme ohne Stimmrecht an Versammlungen der zuständigen Wasserwacht-Gliederungen
• Anspruch auf schriftliche Bestätigung geleisteter Dienste und erworbener Ausbildung – in der Regel durch Eintrag in das Dienstbuch – über die aktive Tätigkeit
• Ersatz von im Dienst entstandenen Schäden im Rahmen der bestehenden DRK-Regelungen
• Recht auf Aus-, Fort- und Weiterbildung

7.2 Pflichten
• Befolgen von Weisungen vorgesetzter Leitungs- und Führungskräfte während des Dienstes
• Regelmäßige und verbindliche Durchführung freiwillig übernommener Dienste
• Pflegliches Behandeln und Erhalt der Einsatzbereitschaft von Geräten, Fahrzeugen sowie Dienst- und Einsatzkleidung
• Fürsorge des Vorgesetzten gegenüber den unterstellten Kräften
• Aus-, Fort- und Weiterbildung


8. Kinder und Jugendliche in der Wasserwacht
Kinder und Jugendliche in der Wasserwacht bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres sind gleichzeitig Angehörige von Wasserwacht und JRK. Sie sind in JRK-Kinder- und Jugendgruppen in der Wasserwacht vereinigt, die von Gruppenleitern betreut werden.
Dabei arbeiten Wasserwacht und JRK partnerschaftlich zusammen.
Die fachliche Verantwortung liegt bei der Wasserwacht. Die pädagogische und jugendpflegerische Verantwortung liegt beim JRK. Dafür stellt das JRK die erforderliche Jugendgruppenleiter-Ausbildung sicher.


9. Aus-, Fort- und Weiterbildung
Der zuständige Leiter trägt die Verantwortung dafür, dass die Angehörigen und frei Mitarbeitenden der Wasserwacht die für die Diensterfüllung erforderliche Ausbildung erhalten und regelmäßig an geeigneten Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen.
Die Teilnahme an Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der ausgeübten oder vorgesehenen Tätigkeit stehen, ist im Einvernehmen mit der zuständigen Gemeinschaftsleitung möglich.
Auf die Qualifizierung von Leitungs- und Führungskräften ist im Hinblick auf eine vorausschauende Personalentwicklung zu achten.
Die Voraussetzungen zur Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen sowie deren Inhalte regeln die DRK-Ausbildungsordnungen sowie die Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften.


10. Anerkennung
Besondere Leistungen sind durch Anerkennung in mündlicher oder schriftlicher Form sowie durch die Verleihung von Auszeichnungen zu würdigen.
Orden, Ehrenzeichen und sonstige Auszeichnungen können gemäß den gesetzlichen und den Rotkreuz-Bestimmungen beantragt und verliehen werden. Weitere Ausführungen enthält die Ordnung für Belobigungen, Beschwerde- und Disziplinarverfahren der Gemeinschaften Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht. Einzelheiten zur Trageweise von Auszeichnungen regelt die Dienstbekleidungsordnung für Rotkreuz-Gemeinschaften.
Die Dienstzeitberechnung beginnt mit der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Näheres regeln gegebenenfalls Bestimmungen des Kreisverbandes.

11. Beschwerde und Disziplinarverfahren
Beschwerde- und Disziplinarverfahren sind in der Ordnung für Belobigungen, Beschwerde- und Disziplinarverfahren der Gemeinschaften Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht geregelt, die diese Ordnung ergänzt.


12. Leitungs- und Führungskräfte
Leitungskräfte leiten die Gemeinschaften, Führungskräfte führen Einsatzformationen. Leitungs- und Führungskräfte sollen Stellvertreter haben.
Leitungs- und Führungspositionen sollen auf möglichst viele Personen verteilt werden.


12.1 Aufgaben
Leitungskräfte sind für die Gemeinschaftsleitung der jeweiligen Verbandsebene, den dienstlichen Verkehr mit den ehrenamtlichen Vorständen / Präsidien und Leitungen der unmittelbar übergeordneten und nachgeordneten Ebene sowie für die Gemeinschaftspflege verantwortlich. Sie gewährleisten die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinschaften.
Führungskräfte der Wasserwacht werden auf allen Ebenen des DRK zur Vorbereitung und Durchführung des Wachdienstes und von Einsätzen tätig.
Näheres zu Aufgaben und Tätigkeiten der Leitungs- und Führungskräfte ist in Dienstvorschriften festgelegt.


12.2 Voraussetzungen
Voraussetzungen für die erfolgreiche Tätigkeit von Leitungs- beziehungsweise Führungskräften sind:
• Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz
• Vorgeschriebene Ausbildungen
• Erfahrungen in der praktischen Rotkreuz-Arbeit
• Keine hauptamtliche Tätigkeit auf der gleichen Verbandsebene oder in deren
Tochtergesellschaften

Kandidaten für ein Leitungsamt, die zum Zeitpunkt der Wahl nicht alle erforderlichen Ausbildungen absolviert haben, können dennoch gewählt werden. Sie müssen jedoch die fehlenden Ausbildungen innerhalb der Wahlperiode nachholen. Für die Wiederwahl der Leitungskraft sind die abgeschlossene Ausbildung und
regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen Voraussetzung.
Führungskräfte haben fehlende Ausbildungen nach der Berufung unverzüglich nachzuholen. Das Verfahren bei fehlenden Voraussetzungen regelt der Kreisverband.
Zur Berufung ist ungeeignet, wer bei Mitwirkung im Zivil- und Katastrophenschutz einer gleichartigen oder ähnlichen Hilfsorganisation als aktives Mitglied angehört, da die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft eine ausschließliche Zugehörigkeit zur Wasserwacht erfordert. Es sind keine aktiven Doppelmitgliedschaften möglich.


12.3 Wahl von Leitungskräften
Zugunsten der Aufgabenqualität sollen Leitungs- und Führungspositionen auf möglichst viele Personen verteilt werden.
Die Ortsgruppenleitung wird durch die Mitgliederversammlung gewählt und durch die Kreisleitung bestätigt. Die Bestätigung muss erfolgen, wenn die Voraussetzungen gemäß Ziffer 11.2 erfüllt sind.
Die Kreisleitung wird durch den Kreisausschuss oder, falls dieser nicht vorhanden ist, unmittelbar durch die Angehörigen der Wasserwacht der örtlichen Ebene gewählt und durch die jeweilige Landesleitung bestätigt. Die Bestätigung muss erfolgen, wenn die Voraussetzungen gemäß Ziffer 11.2 erfüllt sind.

12.4 Berufung von Fachwarten und Beauftragten
Leitungskräfte aller Verbandsebenen können sich der Fachkompetenz von Fachwarten und Beauftragten bedienen. Diese werden von der jeweiligen Leitung ernannt.


12.5 Berufung von Führungskräften
Führungskräfte werden von den zuständigen Leitungen der Wasserwacht berufen.


12.6 Amtszeit der Führungskräfte
Die Amtszeit der Führungskräfte richtet sich nach den jeweiligen Wahlperioden der zuständigen Leitungen.
Innerhalb von drei Monaten nach deren Ablauf sind Amtsinhaber zu bestätigen oder neue Führungskräfte zu benennen. Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit sind die Amtsgeschäfte bis zur Bestätigung oder Neuberufung weiter wahrzunehmen. Die Tätigkeit als Führungskraft soll mit dem Renteneintrittsalter für die Regelaltersrente enden.


12.7 Abberufung von Führungskräften
Die Abberufung erfolgt durch die Kreisleitung der Wasserwacht.
Führungskräfte werden abberufen, wenn diese
• sich als ungeeignet erweisen,
• an vorgesehenen Fortbildungsveranstaltungen nicht regelmäßig teilnehmen,
• wegen anderer Aufgaben ihre Einsatzfähigkeit gefährden.

12.8 Weisungsbefugnis
Wasserwacht-Gemeinschaftsleiter bzw. -Führungskräfte sind gegenüber nachgeordneten Wasserwacht-Gemeinschaftsleitungen bzw. -Führungskräften weisungsberechtigt. Diese Weisungsbefugnis beschränkt sich auf den Rotkreuz-Dienst.
In Ausnahmefällen, insbesondere bei Gefahr im Verzug, kann der übergeordnete Wasserwacht-Leiter auch direkt den in der Wasserwacht Tätigen Weisungen erteilen und damit in den Führungsablauf eingreifen. Die unmittelbar zuständige Leitungs- oder Führungskraft ist unverzüglich zu informieren.
Das durch die Satzung begründete Weisungsrecht des Präsidenten des DRK, der Präsidenten der Landesverbände und der Vorsitzenden des Präsidiums des Kreisverbandes bleibt unberührt.
Ärzte und sonstiges besonders benanntes qualifiziertes Personal sind nur in ihrer fachlichen Tätigkeit weisungsberechtigt.
Das Weisungsrecht bei Massenanfall von Verletzten, Großschadenslagen und Katastrophen ist gesondert geregelt. Hier sind insbesondere auch landesrechtliche Regelungen zu beachten.


13. Geltungsbereich, Verbindlichkeitsgrad, Übergangsbestimmungen
Diese Ordnung tritt mit Beschluss des Kreisausschusses des DRK Kreisverbandes Elbe-Elster Nord e.V. vom 07.03.2015 in Kraft.
Die Kreissatzung einschließlich der Schiedsordnung des Deutschen Roten Kreuzes e.V. geht den Bestimmungen dieser Ordnung vor.
Diese Ordnung ist für alle Gliederungen verbindlich und findet ihre volle Anwendung in der Arbeit der Gemeinschaften der Wasserwacht..